13. Spieltag
ESV Lok Plauen- 1. FC Ranch Plauen 3:0 (0:0)
Aufstellung des 1. FC Ranch Plauen:
Sadzewicz – S. Müller – Szyska (82. Min. Andreas), Winkler (35. Min. Schubring, 72. Min. Hayn ), Wunderlich, Wien- Bauer/ V, Wülfert, Lorenz - Mi. Leihkamm/ V, Baumbach
Aufstellung des ESV Lok Plauen:
Marx, Heinz/V, Liske/V, Pflug, Brückner, Geyer, Lippert, Müller, Merten/V (85. Min. Hoffmann), Naponiello (88. Min. Wolff), M. Wissing (82. Min. Krüger)
Tore: 1:0 Geyer (53. Min.), 2:0 Naponiello (69. Min.), 3:0 M. Wissing (78. Min.)
SR: Dirk Manthe (Lengenfeld)
Zuschauer: 70
Einzige Konstanz ist die Inkonstanz
Erschreckend harmlos, bisweilen lethargisch, ohne Mut oder erkennbares Aufbäumen gegen die drohende Niederlage; Attribute, die den Auftritt des 1. FC Ranch zum Hinrundenabschluss beim ESV Lok Plauen treffend beschreiben. Das einzig Positive: nach 90 Minuten war´s vorbei. 3:0 nach Hause geschickt von keinesfalls überragenden Eisenbahnern vergeigten die Rancher den 13. Spieltag der Kreisliga. Die Lok machte nicht mehr als unbedingt nötig – und investierte damit immer noch mehr als manch einer der Gäste – und gewinnt völlig verdient dieses Stadtduell. Es ist schwer nachzuvollziehen, warum die Mannschaft dermaßen große Leistungsschwankungen offenbart. Gute und erfolgreiche Spiele stehen gruselige Auftritte wie gegen Jößnitz oder Klingenthal gegenüber. Schlimm nur, dass diese leider deutlich häufiger den Fans und Verantwortlichen zugemutet werden.
Vor dem Anpfiff: Kapitän und Libero Lutz Oberst muss verletzungsbedingt passen, Sascha Müller rückt dafür auf seine Position und Patrick Winkler übernimmt den zweiten Part der Doppel-Sechs. Ansonsten spielte die gleiche Elf, die die vorangegangenen zwei Partien gegen die Post und den VFC Adorf erfolgreich gestaltete – an mangelndem Selbstvertrauen kann es also nicht gelegen haben. Die Anfangsviertelstunde gestaltete sich auch noch sehr ausgeglichen. Abtasten war das Motto und Chancen konnten auf beiden Seiten nicht kreiert werden. Danach begannen die Gastgeber, das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Die Lok erspielte sich ein Übergewicht im Mittelfeld ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Lok-Kapitän Brückner vergab eine gute Gelegenheit nach etwa 25 Minuten. Dem ansteigenden Druck hatte der 1. FC Ranch nichts entgegenzusetzen. Die Stürmer waren abgemeldet, über die Außen erfolgte keine Unterstützung (Lediglich Andre Lorenz verdient sich Fleißpunkte für seine Defensivarbeit) und Kevin Wülfert als Alleinunterhalter fand niemand, der mit ihm Fußballspielen wollte. Sadzewicz im Ranch-Tor blieb zwar die 1. Halbzeit weitgehend ungeprüft, die Feldüberlegenheit von Lok-Plauen war aber deutlich. Der 0:0 Halbzeitstand war aus unserer Sicht äußerst schmeichelhaft, auch weil die Eisenbahner in der letzten Minute bei ihrer besten Gelegenheit nur Aluminium trafen. Chancen für die Neundorfer: Fehlanzeige!
Zu Beginn der zweiten Halbzeit dann die „beste“ Phase der Ranch. Zwei, Drei Mal konnte man sich an den gegnerischen 16-er spielen, verpasste dann aber den konsequenten Abschluss oder der letzte Pass wurde von der Lok-Abwehr abgefangen. Michael Leihkamm hatte eine gute Gelegenheit zur Führung auf dem Fuß – schickte das Leder aber über das Gehäuse. Auffällig wurde Leiki danach lediglich bei seinen immer häufiger auftretenden verbalen Auseinandersetzungen mit dem Unparteiischen. Völlig zu Recht sah er vom guten Schiedsrichter Manthe aus Lengenfeld den gelben Karton. Für diese mannschaftsschädliche Verhaltensweise unseres Stürmers muss eine interne Lösung gefunden werden, denn immer öfter fällt er lediglich durch diese Aussetzer auf dem Fußballplatz auf. Nach der kurzen Drangphase verfällt die Mannschaft wieder in den Trott der ersten Halbzeit. Sascha Wunderlich verliert immer häufiger die Zweikämpfe vor der Abwehr und so bettelten wir förmlich um das Gegentor. In der 59. Minute war es dann soweit. Der Ball konnte nicht ausreichend geklärt werden, wurde aus dem Halbfeld rechts in die Gasse gespielt, von dort Lehrbuchmäßig quer vor den Kasten, Geyer bedankt sich und netzt aus 2 Meter ein. Für das 2:0 sorgte dann Lok-Offensivmann Naponiello. In der 69. Minute konnte er Sadzewicz im Tor überwinden. Man hatte das Gefühl das sich die Neundorfer selbst ergaben und Wülfert, Vorbild an Einsatz und Kampf, war der Verzweiflung nahe. Die endgültige Entscheidung brachte dann Wissing mit dem 3:0. Sadzewicz trat beim Abschlag tief in den Rasen und legte so für die Lok-Offensive auf. Den ersten Schuss konnte er noch parieren, beim Abstauber von Wissing war er dann chancenlos. Bei entsprechender Kaltschnäuzigkeit der Heimmannschaft hätte man auch gut und gerne noch höher abgefertigt werden können.
Mit solchen Leistungen steigt man ab! Das ist Fakt, jedoch leider nicht allen klar. Auch die Disziplinlosigkeit und das förmliche betteln um gelbe Karten ist furchtbar; nicht dienlich für die Mannschaft oder das Ergebnis und einfach schlecht für die Außendarstellung. Nächsten Sonntag geht’s im ersten Spiel der Rückrunde gegen den SV Theuma. Da hat man die Chance auf Wiedergutmachung und könnte verlorengegangenen Kredit bei den Fans zurückgewinnen. Nach der Vorstellung vom Samstag kann man da aber nur auf das Eintreten der Überschrift hoffen…