14. Spieltag

 

SV Theuma – 1. FC Ranch Plauen 5:1 (1:0)

 

 

Aufstellung des 1. FC Ranch Plauen:

Sadzewicz – S. Müller – Szyska/ V (80. Min. Andreas), Brendel, Wunderlich, Wien/ V - Bauer, Wülfert/ V, Lorenz – F. Müller, Baumbach/ V 

 

Aufstellung des SV Theuma:

Gerbeth – Bergmann, Vogel, Dunkel – Taubert, Broßeit, Schmalfuß (82. Min. Bollmann), Klinger, Winkelmann – Döhling, Maihorn (71. Min. Knoll)

 

Tore:     40. Min. Döhling 1:0, 62. Min. Baumbach 1:1, 69. Min. Maihorn 2:1,

 72. Min. Winkelmann 3:1, 75. Min./ 90. Min. Döhling 4:1/ 5:1

 

SR: D. Pilz (Erlbach)

 

Zuschauer: 60

 

 

Ein Sonntag zum Vergessen.

 

Während bei den meisten Familien am 1. Advent traditionell die erste Kerze brennt, brennt beim 1. FC Ranch nach einer erneuten Auswärtspleite sinnbildlich der ganze Baum. 5:1 wurde man von effektiven Theumaern nach Hause geschickt und vergeigte damit auch das erste Spiel der Rückrunde. So stehen wir nun fast wieder da, wo wir uns vor einem Jahr auch befanden: Mit dem Rücken zur Wand in der Hoffnung auf eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Saisonhälfte. Dabei hätte der 14. Spieltag durchaus positiv gestaltet werden können – bei schwacher Chancenverwertung, mangelnder Laufbereitschaft und ein Formtief, welches die halbe Mannschaft betrifft, gewinnt man allerdings in dieser Liga nichts außer Mitleid!

 

Vor dem Spiel musste die Mannschaft umgestellt werden. Sascha Müller gab erneut den Oberst und Szyska rückte neben Wunderlich in die Mitte, Brendel spielte Verteidiger und Florian Müller agierte im Sturm. So begann man konzentriert und konnte das Spiel ausgeglichen gestalten. Es passierte nicht viel in den ersten zehn Minuten - auf schwer bespielbaren Untergrund war Mittelfeldkampf angesagt. Danach verlagerten sich die Spielanteile zugunsten des SV Theuma. Die Ranch unternahm zu wenig um gegenzuhalten, Bälle konnten nicht behauptet werden und viele Spieler hatten scheinbar Angst, Paroli zu bieten. Florian Müller und Peter Baumbach näherten sich zwar dem gegnerischen Kasten an, mehr als gutgemeinte Abschlussversuche waren das aber nicht. Anders die Heimelf: Winkelmann hatte nach einer Viertelstunde die beste Gelegenheit, verlor aber die Nerven und knallte die Pille aus sieben Metern übers Tor. Im Anschluss wurde immer offensichtlicher, dass Brendel gegen Torjäger … überfordert ist. Katz und Maus spielte der Angreifer mit unserem Aushilfsverteidiger und sorgte auch für die 1:0 Führung. Einen schönen Ball in die Tiefe des Feldes gespielt, nahm Döhling volley und jagte das Leder an Sadzewicz vorbei in die Maschen. Hochverdient die Führung zu dem Augenblick. Bereits vorher musste die Ranch-Defensive gefährliche Angriffe überstehen um nicht früher in Rückstand zu geraten. Besonders auffällig war, dass die wichtigen Zweikämpfe im Mittelfeld alle verloren gingen. Eine gute Möglichkeit bot sich der Ranch dann doch noch, aber Wülfert verlor im Fünfmeterraum nach einem Freistoß die Orientierung und verpasste den Ball nur knapp. Schiedsrichter Pilz, der in Durchgang zwei eine Schippe Arroganz drauflegte, dafür aber die Leistung hinsichtlich seiner unparteiischen Spielleitung in den Keller ging, pfiff zum Pausentee und der SV Theuma hätte gut und gerne mit zwei, drei Toren führen können.

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit präsentierten sich die Neundorfer wie ausgewechselt. Mehr als zwanzig Minuten schnürte man die Gastgeber in der eigenen Hälfte ein und hatte Chancen en masse: Christian Wien, Andre Lorenz, Nils Bauer scheiterten allesamt freistehend vor und an Torhüter … oder dem Querbalken. In diese Drangphase fiel auch der Ausgleich für unsere Elf. Peter Baumbach sorgte mit einem wunderschönen Freistoßtor für das zwischenzeitliche 1:1. Wer weiß wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte man mit einem oder zwei Toren nachlegen können. Hätte, wenn und aber: Fakt ist, dass Theuma dann eine kostenlose Vorführung: „Ausnutzen defensiver Naivität eines potentiellen Absteigers“ darbot und wir herzlich eingeladen waren, dieser beizuwohnen – immerhin dienten wir auch als Paradebeispiel. Beim 2:1 schaffen es zwei Mann nicht zu verhindern, dass der Ball von der Grundlinie in den Fünfmeterraum gespielt wird. In der Mitte fühlt sich keiner verantwortlich und Maihorn lässt sich dieses Geschenk nicht nehmen. Beim 3:1 rückt Müller als Libero zu weit auf. Der Ball wird durch den Wind länger und länger, Winkelmann schiebt an Sadzewicz vorbei und erwischt die Verteidigung des 1. FC Ranch kalt. Nach einer Ecke der vierte Treffer: Keiner geht mit Döhling mit und dieser netzt aus fünf Metern per Kopf ein. Die Hoffnung war dahin und so reagierte man sich an Schiedsrichter Pilz ab, der durch seine nicht nachvollziehbaren Entscheidungen und zweierlei Maß Beurteilungen nicht für Beruhigung sorgte – die bereits beschriebene Arroganz gab es als kleines Extra obendrauf. Die 5:1 Führung für Theuma spielte dann auch nicht mehr die übergeordnete Rolle, da jeder Spieler scheinbar mit anderen Sachen beschäftigt war.

 

Diese Niederlage zeigte einmal mehr deutlich, woran es krankt bei der Ranch. Wülfert als Allheilmittel alleine kann nicht jedes Spiel für uns gewinnen. Wenn keiner da ist, der ihn auch nur ansatzweise entlastet und selbst für Gefahr sorgt, sind wir leider mehr als ausrechenbar. Zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen ist der Raum zu groß – es kommt keiner für eine Pralle oder legt den Ball auf. Die Stürmer stehen viel zu weit auseinander. Wir gewinnen vorne keine Zweikämpfe, über die Außen wird kein Druck entwickelt oder es wird zu behäbig agiert und unter Laufbereitschaft verstehen viele auch etwas anderes. Wir werden sehen wie wir uns am Samstag im Viertelfinale des Pokalturnieres präsentieren. Spielen wir so wie gegen Theuma, dann wird das peinlich, da Neumark wohl noch deutlich stärker einzuschätzen ist, spielen wir ähnlich wie gegen Adorf, kann man zumindest auf ein gutes Ergebnis hoffen.