Viertelfinale Wernesgrünerpokal

 

1. Ranch Plauen – SpVgg Neumark 2:5 (2:2)

 

 

 

Tore:     0:1 Knorr (6.), 0:2 T. Herrmann (13.), 1:2 Wunderlich (20.), 2:2 Nitschke (24.), 2:3 Könze (72.), 2:4 T. Scholz (86., Elfmeter), 2:5 Theilig (90.

 

SR: Ernst (Trieb)

 

Zuschauer: 80



 

 

Ranch verpasst den Einzug in das Halbfinale

 

Auch im letzten Pflichtspiel des Jahres 2011 verließ der 1. FC Ranch die heimische Spielstätte als Verlierer und verpasste damit den Einzug in das Halbfinale des Pokalwettbewerbes. 2:5 unterlag man der im Ligabetrieb höherklassig spielenden SpVgg 1862 Neumark nach einer ausgeglichenen ersten und einer, wenn man es nett formulieren möchte, unglücklichen zweiten Halbzeit. Dabei spiegelt das nackte Endergebnis nicht den tatsächlichen Spielverlauf und das Kräfteverhältnis wieder – der letztendlich verdiente Sieg des Gastes fällt aber 2 Tore zu hoch aus.

 

Personell erneut verändert und durch das Fehlen von Ideengeber Kevin Wülfert, der in der Nacht vor dem Spiel erkrankte, geschwächt, ging man dennoch hoffnungsvoll in die Partie. Desweiteren fehlten arbeitsbedingt Stürmer Peter Baumbach und in der 1. Hälfte Alexander Szyska sowie verletzungsbedingt Lutz Oberst. Ohne großes Abtasten suchten beide Mannschaften gleich ihr Heil in der Offensive. Andre Lorenz fand auf Links den Weg in den gegnerischen Strafraum und passte dort leider zu ungenau in die Mitte, wo die Defensive des Gastes klären konnte. Direkt im Anschluss fiel dann auch sofort die Auswärtsführung mit dem ersten Torschuss. Spielgestalter Könze setzte sich gegen Sascha Müller durch und fand am Elfmeterpunkt Knorr der trocken ins linke Eck einschob. Auch der zweite Angriff der SpVgg führte zum Torerfolg. Aus dem Gewühl im Mittelfeld heraus kam der Ball zu Herrmann auf unsere blanke rechte Seite. Dieser nutzte den Platz, nahm Fahrt auf und überwand Sadzewicz aus 20 Metern. 2 Angriffe des Gegners, 2 Gegentore – das hatten wir uns anders vorgestellt, steckten aber nicht auf und kamen wie auch gegen den VFC Adorf in der Runde zuvor zum Ausgleich. Sascha Wunderlich sorgte mit einem schönen Freistoßtreffer ins Angel für den 1:2 Anschlusstreffer. Mit dem starken Wind im Rücken spielten wir weiter voll auf Angriff und kamen so zu besten Gelegenheiten. Florian Müller, der Oberst als Libero ersetzte machte ein gutes Spiel und sorgte mit seinen langen Freistößen für Gefahr, wobei Einer davon nur vom Pfosten gestoppt werden konnte. Den Ausgleichstreffer erzielte aus stark abseitsverdächtiger Position Routinier Frank Nitschke. Er drückte mit dem Bauch eine scharfe Hereingabe von Michael Leihkamm über die Linie. Unglücklicherweise verpassten wir es bei noch vorteilhaften Witterungsbedingungen nachzulegen und für die Führung zu sorgen, auch weil von Neumark keine zwingenden Torgelegenheiten mehr erspielt wurden und der gute Schiedsrichter Ernst pfiff zur Pause.

 

In Halbzeit zwei veränderte sich dann das Kräfteverhältnis. Die SpVgg Neumark konnte nun den Wind als Vorteil ausnutzen und drängte die Heimelf immer tiefer in die eigene Hälfte. Die Abwehr der Rancher stand aber angesichts des Drucks erstaunlich sicher und ließ nur wenig brenzlige Situationen zu. Offensiv gelang uns hingegen fast gar nichts mehr. Der Gast stand hinten deutlich souveräner und rückte viel weiter auf als das noch in den ersten 45 Minuten der Fall war. Unsere Stürmer waren dadurch völlig aus dem Spiel genommen und die Mannschaft verpasste es, auf diese Situation durch schnelles Umschalten zu reagieren. In der 72. Minute kam Neumark dann zur verdienten Führung. Könze brachte seinen Freistoß gefährlich in den Strafraum und vorbei an Freund und Feind am unglücklich ausschauenden Thomas Sadzewicz letztendlich im Tor unter. Florian Müller hatte in der Schlussviertelstunde noch die beste Gelegenheit für seine Mannschaft per Kopf auszugleichen. An diesem Tag war ihm ein Treffer aber vergönnt. So konnte Scholz in der 86. Minute per Elfmeter auf 4:2 erhöhen. Dem Strafstoß war ein Foul von Michael Leihkamm vorausgegangen, der zwar den Ball spielt, vorher aber seinem Gegenspieler regelwidrig am Fuß trifft. Ausgleichende Gerechtigkeit sieht anders aus, denn nur durch ein Foul an Sascha Müller kamen die Neumarker überhaupt in Ballbesitz. In der Schlussminute traf Theilig noch zum 5:2 aus Sicht des Gastes. Dabei unterstrich jedoch Linienrichter Bernhard seine schwache Vorstellung erneut, in dem er dem mindestens zwei Meter im Abseits stehenden Theilig den Treffer nicht verwehrte. Auch wenn diese Entscheidung keinesfalls spielentscheidend war, darf man von einem Linienrichter doch erwarten, solche Spielsituationen richtig zu bewerten. Damit war das Spiel gelaufen und die SpVgg Neumark gehört berechtigterweise zu den besten vier Teams des Pokalwettbewerbes.

 

Das nächste Highlight ist nun die Vorrunde zur Hallenkreismeisterschaft am kommenden Samstag. Bei starker Konkurrenz haben wir als krasser Außenseiter nichts zu verlieren, auch weil wir uns bei den Hallenkreisturnieren der letzten Jahre nicht unbedingt als Indoorzauberer entpuppt haben.